Zehn Warnzeichen für Multiple Sklerose

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    • Zehn Warnzeichen für Multiple Sklerose

      Eine Multiple Sklerose ist im Anfangsstadium schwer zu erkennen. Denn die Frühsymptome hängen davon ab, welche Areale im Nervensystem von der chronischen Entzündung betroffen sind. Erstes Anzeichen könnten Sehstörungen sein, erklärt Heinz Wiendl von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) und Sprecher des Kompetenznetzwerks MS (KKNMS). Die Multiple Sklerose ist die häufigste chronisch-entzündliche Erkrankung des Nervensystems. In Deutschland leiden etwa 120.000 bis 150.000 Menschen an MS. Bislang ist die Krankheit nicht heilbar. Wir stellen zehn Warnzeichen von Multipler Sklerose vor.

      Stolpern und Schwindel als erste Warnzeichen

      Ein weiteres Symptom könnten Empfindungsstörungen in Beinen und Armen sein. "Einige Betroffene weisen dadurch auch einen unsicheren Gang auf und stolpern vermehrt. Schwindel, lokale Schmerzen, Lähmungserscheinungen, Sprachstörungen und häufige Erschöpfungszustände zählen ebenfalls zu den möglichen MS-Warnzeichen", erläutert der MS-Experte.

      Junge Männer häufig betroffen

      Meist treten die ersten MS-Symptome im Alter von 20 bis 40 Jahren auf, besonders häufig ist dies bei jungen Männern der Fall. Lassen sich die Beschwerden wiederholt beobachten, vereinzelt oder kombiniert, sollte rasch ein Neurologe aufgesucht werden. "Bestätigt sich die Diagnose Multiple Sklerose, kann eine frühe Therapie die Beschwerden lindern und den Verlauf verlangsamen. Das Ziel der Therapie ist die Kontrolle der Entzündungsaktivität", betont Wiendl. Betroffene sollten die therapeutischen Möglichkeiten, die sich in den vergangenen Jahren immens verbessert hätten, frühzeitig nutzen.

      Unsichtbare Symptome: Blasenstörungen, Depressionen, "Fatigue"

      Doch neben Müdigkeit und Sehstörungen sind es auch andere Symptome, die auf eine MS-Erkrankung hinweisen können. So gehören auch Depressionen zu den typischen Merkmalen der Krankheit. Sie können in der Regel effektiv mit Medikamenten behandelt werden. Bei vielen Patienten kommt es außerdem im frühen Stadium vor, dass die Nervenleitung zwischen Blase und Gehirn nicht mehr richtig funktioniert. Schwierigkeiten beim Wasserhalten und -lassen sind dann die Folge. Bei vielem MS-Kranken kommt es im Laufe der Zeit dazu, dass sie den Urin mit einem Katheter ablassen müssen. Auch Spastiken und Muskelkrämpfe können mit der Krankheit einher gehen.

      Überempfindlichkeit und sexuelle Störungen

      Zu den unsichtbaren Symptomen von Multipler Sklerose gehören auch sexuelle Störungen sowie Schmerzen und eine Überempfindlichkeit an verschiedenen Körperstellen. Besonders für MS-Kranke, die noch berufstätig sind, sind diese unangenehm. Ihnen fällt es nicht leicht, ihrem Umfeld von der Krankheit und ihren Symptomen zu erzählen. Häufig werden diese als peinlich empfunden oder man fürchtet, dass "Müdigkeit" nicht als ernstes Problem und schweres Symptom einer Krankheit akzeptiert wird.

      Multiple Sklerose ist bislang unheilbar


      Bei einer schwer verlaufenden MS bleibt es häufig nicht bei den unsichtbaren Symptomen. Ein Schub hat dann die Folge, dass schlagartig Arme oder Beine nicht mehr bewegt werden können. Auch ist es möglich, dass die Funktion der Beine dauerhaft beeinträchtigt bleibt und der Patient einen Rollstuhl braucht. Man geht davon aus, dass eine Fehlfunktion des Immunsystems für das Auftreten von Multiple Sklerose verantwortlich ist. Doch auch genetische Ursachen werden vermutet und von Forschern untersucht. Bis heute gibt es kein Medikament, dass Multiple Sklerose heilen kann. Bei Krankheitsschüben werden häufig Kortikosteroide, zu denen auch Cortison zählt, verabreicht. Auch eine Immuntherapie kann die Symptome lindern. Die oben beschriebenen Symptome wie Spastiken oder Depressionen können ebenfalls behandelt werden. Allerdings können die hier angewendeten Medikamente erhebliche Nebenwirkungen mit sich bringen.


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    • Multiple Sklerose: Sehstörungen als Warnzeichen

      Berlin (dpa/tmn) - Wer unter plötzlichen Sehstörungen leidet, ist möglicherweise von Multipler Sklerose betroffen. Als erstes Anzeichen der chronischen Nervenkrankheit entzünde sich häufig der Sehnerv, teilt die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) in Berlin mit.

      "Die Patienten sehen verschwommen, doppelt oder wie durch eine Nebelwand", erklärt der Neurologe Prof. Heinz Wiendl in einer Mitteilung. Weitere Anzeichen für eine Multiple Sklerose seien ein Kribbelgefühl oder Taubheit in Armen und Beinen.

      Auch Schwindel, Sprachstörungen und häufige Erschöpfungszustände seien mögliche Symptome, erläutert Wiendl. Häufig träten die Warnzeichen im Alter von 20 bis 40 Jahren auf. Betroffene sollten bei wiederholt auftretenden Beschwerden rasch einen Neurologe aufsuchen. Eine frühe Therapie könne den Verlauf der Multiplen Sklerose oft verlangsamen, so die DGN.


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