Angepinnt Leitlinie zur Diagnose und Therapie der MS

    • Leitlinie zur Diagnose und Therapie der MS

      DGN / KKNMS Leitlinie zur Diagnose und
      Therapie der MS

      Online-Version, Stand: 12.04.2012)

      1. Einführung
      2. Definition und Klassifikation
      2.1 Begriffsdefinition
      2.2 Klassifikation
      3. Epidemiologie
      4. Diagnostik
      4.1 Untersuchungen bei Verdacht auf MS
      5. Therapie
      5.1 Immunmodulatorische Therapie des akuten Schubes
      5.2 Aktuelle Bewertung der Interferon-beta-Präparate
      5.3 Intravenöse Immunglobuline (IVIg)
      5.4 Praktische Aspekte der Therapie mit Glatirameracetat
      5.5 Eskalationstherapie mit Fingolimod oder Natalizumab
      5.6 Unselektive Immunsuppressiva
      5.7 Verfügbare klinische Daten und Einsatzmöglichkeiten therapeutischer Antikörper
      5.8 Symptomatische Therapie
      6. Neuromyelitis optica und akute Enzephalomyelitis
      6.1 Neuromyelitis optica (NMO)
      6.2 Akute disseminierte Enzephalomyelitis (ADEM)
      7. Multiple Sklerose und Kinderwunsch
      7.1 Verlauf und Schubtherapie der Multiplen Sklerose in der Schwangerschaft und post partum
      7.2 Fertilität und Schwangerschaftsverlauf bei Frauen mit Multipler Sklerose
      7.3 Immunmodulation und Kinderwunsch
      7.4 Besonderheiten post partum
      7.5 Reproduktionsmedizin und Multiple Sklerose
      8. Besonderheiten der Versorgungsstrukturen für Multiple-Sklerose-Betroffene in Österreich
      9. Versorgungskoordination
      10. Redaktionskomitee
      11. Abkürzungen
      12. Literatur


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    • Neue Leitlinie zur Behandlung von MS online verfügbar

      Die im Rahmen des 84. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) vorgestellte neue Leitlinie für Multiple Sklerose steht ab sofort auf den Webseiten der Organisation und des Krankheitsbezogenen Kompetenznetzes Multiple Sklerose zum Download bereit, teilt das KKNMS mit. Experten des KKNMS haben die aktuelle Überarbeitung federführend im Auftrag der DGN erstellt.

      Erstmals entspricht die Leitlinie S2e-Niveau, d. h., sie ist von höherer Qualität als die vorangegangene Version, da eine systematische evidenzbasierte* Recherche und Einordnung wissenschaftlicher Publikationen und Studien stattgefunden hat. „Wir freuen uns sehr, niedergelassenen Neurologen und Hausärzten diese detaillierten Hinweise zur MS-Diagnose und Therapie an die Hand geben zu können“, sagt Prof. Dr. Wolfgang Oertel, erster Vorsitzender der DGN. „Denn die evidenzbasierte Medizin ermöglicht es, Patienten immer anhand der besten wissenschaftlichen Erkenntnisse zu behandeln“, ergänzt Prof. Dr. Heinz Wiendl, Vorstandssprecher des KKNMS. Nicht nur für Ärzte, auch für Menschen mit MS ist die Leitlinie von Bedeutung. Sie können dort z. B. nachlesen, welche wissenschaftlich fundierte Therapie für sie infrage kommen könnte.

      Die MS-Forschung hat in den vergangenen Jahren enorme Fortschritte, vor allem im therapeutischen Bereich, erzielt. „So erfreulich diese Entwicklung auch ist, umso wichtiger wird es, Handlungsempfehlungen für unsere niedergelassenen Kollegen auszusprechen, da die neuen Wirkstoffe auch Therapierisiken mit sich bringen“, meint Prof. Dr. Ralf Gold, Vorstandsmitglied des KKNMS und der DGN, der die Arbeitsgruppe Leitlinie koordiniert hat.
      Inhalte der Leitlinie

      Die neue Leitlinie greift die revidierten Diagnosekriterien nach McDonald auf, die bei der Diagnose von MS die Bedeutung von bildgebenden Befunden neben den klinischen Befunden betonen. Die Leitlinie erörtert ausführlich die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten in Schub-, Basis- und Eskalationstherapie. Dazu haben die Autoren ein neues Stufenschema entwickelt. Alle aktuell verfügbaren MS-Therapeutika werden vorgestellt und konkrete Anwendungshinweise für die Praxis gegeben. Ein weiteres Kapitel beschäftigt sich mit der Therapie in Spezialsituationen wie der Schwangerschaft oder bei Neuromyelitis optica, einer Sonderform der MS. Erstmals umfasst die Leitlinie auch die symptomatische Therapie.

      Im Herbst 2012 erscheinen letztmalig die „Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie“ in gedruckter Form in der fünften überarbeiteten Auflage. Danach werden alle Leitlinien nur noch online verfügbar sein, um eine zeitnahe Aktualisierung zu ermöglichen.
      Wichtige Neuerungen

      Neu ist u. a., dass nach der zweiten Änderung der McDonald-Kriterien die Stellung der Diagnose MS bereits beim ersten Schub mit einzeitiger (einmaliger) Kernspintomografie, auch Magnetresonanztomografie genannt, infrage kommt – allerdings erst, wenn andere Diagnosen ausgeschlossen sind.

      Zu den weiteren Neuerungen gehört die Mitteilung, dass der Nachweis von Antikörpern gegen Aquaporin-4 die Diagnosestellung für eine Neuromyelitis optica (NMO) und deren Formenkreis zunehmend erleichtert. Aquaporin-4 ist ein Protein, das in den Zellwänden des Sehnervs und des Rückenmarks Kanäle bildet, um den Durchtritt von Wassermolekülen in die Zellen zu erleichtern. Diese Aquaporine nennt man daher auch „Wasserkanäle“. Zerstören Antikörper die Wasserkanäle, stirbt die betroffene Zelle ab. Bei der NMO gehört die Abnahme der Sehfähigkeit bis zur Erblindung zu den Folgen.
      * Evidenzbasiert = auf Grundlage der besten wissenschaftlichen Erkenntnisse

      Quelle: MS 2/12


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